Chronik
Vereinschronik
Von Stefan Klerx
Schon in den 50er Jahren wurde in Mönchengladbach sportlich gekegelt.
Ende der 50er Jahre schrumpfte die damalige Mönchengladbacher Keglervereinigung unter der Führung des damaligen Sportwartes Heinrich Meulenberg bis auf ein paar Mitglieder zusammen.
Unser heutiges Ehrenmitglied Josef Grams nahm sich zu der Zeit des Kegelsportes in unserer Stadt an. Zunächst wurde eine Damenmannschaft gefunden, die am Spielbetrieb teilnahm und im Jahre 1968 sogar Deutscher Vizemeister wurde. Damals war man der Keglervereinigung Rheydt angeschlossen.
Im Jahre 1965 wurde erstmals eine Herrenmannschaft gemeldet. Die „Kegelsportfreunde Blau-Gelb“ Mönchengladbach waren geboren. Der Stamm dieses Klubs bildete der Kegelclub „Stief dofür“.
Im Jahre 1971 wurde der „Sportkeglerverein Mönchengladbach“ gegründet. Unter unserem langjährigen Vorsitzenden Günter Ciecinski (gest. 2002) wurden die Klubligenspiele nun auf der 2-Bahnen-Anlage im alten Volksgarten-Restaurant ausgetragen. Bis 1974 wurde dort gespielt. Im Jahre 1975 konnten wir dann in der neu errichteten Jahnhalle unsere Heimat finden.
Dort verfügten wir über 4 schwarze Kunststoffbahnen (war damals eine Sensation) mit ganz „speziellem“ glatten Anlauf. Dadurch waren damals die „Bauern schwer“, und das machte unsere Bahnen bei den meisten Gegnern nicht besonders beliebt.
Jetzt blühte der Verein auch richtig auf. Es begann die Ära von Betty Siewert (gest. 2005). Sie wurde als Jugendtrainerin engagiert und hatte schon wenige Monate später die ersten Erfolge zu verzeichnen. Unzählige Titel bei Niederrhein-Meisterschaften, Westdeutsche Meisterschaften und auch Deutsche Meisterschaften konnten verbucht werden.
Hierbei besonders hervorzuheben ist der Deutsche Meistertitel von Horst Siewert im A-Jugend Einzel 1980 sowie die Nationalmannschaftseinsätze von Georg Walberger, Horst Siewert und Carmen Klerx.
Dies war auch gleichzeitig der Beginn der schönsten Zeit in unserem Verein. Anekdoten wurden geschrieben, die hier nicht annähernd aufgeführt werden können. Nur 2 Beispiele von Betty Siewert zu Beginn ihrer Jugendtrainerzeit. Da war zunächst die Übernachtung im VW-Käfer bei der Deutschen Jugendmeisterschaft 1976 in Salzgitter, weil niemand damit gerechnet hatte, dass wir weiterkamen und in der kurzen Zeit keine Schlafgelegenheiten für die Betreuer mehr gefunden werden konnte – oder aber die Fahrt im hellblauen Käfer nach Siegen, der uns über Hagen führte, weil ja dort 2 Wochen vorher das Schild „Richtung Siegen“ gesehen wurde…..
Die tolle Jugendarbeit brachte natürlich später Erfolge im Damen- und Herrenbereich. Hier ist sicherlich eine der Höhepunkte unseres Vereins hervorzuheben. Der Tag des Aufstiegs in die 2. Bundesliga ist in die Geschichte eingegangen und wird auch sicherlich für alle, die dabei waren, unvergesslich bleiben:
Früh morgens traf man sich an der Jahnhalle und fuhr im Bus gemeinsam mit Mannschaft und Fans nach Porta-Westfalica. Mann und Maus wurden mobilisiert für dieses Spiel. Alle im blau-gelben Outfit. Was folgte war die blau-gelbe Invasion in Porta-Westfalica und ungläubiges Staunen bei unseren haushoch favorisierten Gegnern aus Siegen.
Diese wurden jedoch niedergekämpft von unserer Mannschaft und niedergeschrieen von der Blau-Gelben Wand.
Damals dabei waren als Spieler Hans Klerx, Manfred Nätzkar, Georg Walberger, Werner Müntnich, Hubert Schommertz, Heinz Kopp und Horst Siewert.
Es folgten 10 tolle Jahre in der 2. Bundesliga Gruppe Süd.
Aber auch unsere Damenmannschaft war sehr erfolgreich. Auch sie schafften den Sprung in die höchste Spielklasse, damals NRW-Liga. Sie spielten dort mehrere Jahre.
Leider gab es damals Unstimmigkeiten untereinander, so dass sich der Klub „Harmonie“ leider in den 90er Jahren auflöste.
Die erste Herrenmannschaft schaffte noch einige Jahre den Verbleib in der NRW-Liga. Leider war jedoch auch hier der Abstieg nicht mehr zu vermeiden. Im Laufe der Jahre selbst in die Jahre gekommen, musste man anerkennen, dass die anderen besser geworden waren und man nicht mehr mit den besten mithalten konnte.
Im Jahre 2002 erfolgte der Zusammenschluss mit unseren Sportfreunden aus Korschenbroich. Diese Ehe hielt leider nur bis zum Jahre 2008. Leider konnte man die „räumliche Trennung“ durch 2 Kegelsportanlagen nie überbrücken.
Aktuell ist der Verein im Neuaufbau begriffen. Auf der im Jahre 2006 vollständig erneuerten Kegelsportanlage (nunmehr 4 Holzbahnen) wird weiterhin fleißig trainiert und optimistisch in die Zukunft geblickt.

